FGVT beim AUTOPILOT Final Event

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Versailles, 6. Februar 2020

In der ersten Februarwoche hat die Forschungsgruppe Verkehrstelematik der htw saar die Abschlussveranstaltung des großen dreijährigen internationalen Projekts AUTOPILOT (“Automated driving Progressed by Internet Of Things” – automatisiertes Fahren durchgeführt mit dem Internet der Dinge) besucht. VEDECOM und PSA Motorsports waren die Gastgeber der Veranstaltung in ihren Versailles Satory Räumlichkeiten.

Eugenia Rykova (htw saar) und AUTOPILOT Banner

AUTOPILOT hat die Vorteile des IoT-Ökosystems (IoT = Internet-of-Things) erforscht, das für vernetztes und autonomes Fahren angewendet wird. Mehrere Szenarien für autonomes Fahren wurden auf sechs Testfeldern eingesetzt: Tampere in Finnland, Versailles in Frankreich, Livorno in Italien, Brainport in den Niederlanden, Vigo in Spanien und Daejeon in Südkorea. Die Interoperabilität im Projekt wurde durch oneM2M Interoperability Platform und Interworking Gateways, sowie die Standardisierung der Ontologien und IoT Datenmodelle veschiedenen IoT-Lösungen (z.B., FIWARE Brocker, IBM Watson IoT Platform oder Huawei IoT Platform) erreicht.

In der ersten Hälfte des Tags trugen Konsortiumsmitglieder und Vertreter der Europäischen Kommission die Herausforderungen und Ergebnisse des Projekts vor. Die Themenpalette spiegelte AUTOPILOTs Vielseitigkeit wider. Unter anderem hat Rolf Riemenschneider (Europäische Kommission, Brüssel) über Innovation und digitale Transformation gesprochen; Filippo Visintainer (CRF, Italien) hat das Auto als Ding im IoT-Ökosystem präsentiert; Ralf Willenbrock (T-Systems, Deutschland) hat AUTOPILOTs Auswirkung für vernetztes und autonomes Fahren betont; Mahde Ben Alaya (SENSINOV, Frankreich) hat das Thema der Interoperabilität, sowie die Rolle von Start-ups am Markt angesprochen; Bart Netten (TNO, Niederlande) hat die Frage der Akzeptanz zur Sprache gebracht; Thomas Bonhoure (Stadt Versailles, Frankreich) hat die Partnerschaft mir der Stadt besprochen; und Floriane Schreiner (VEDECOM, Frankreich) hat die Fahren-Szenarien zusammengefasst. Das Stadtfahren war das verbreiteteste Szenario, welches auf allen sechs Testfeldern durchgeführt wurde, aber das Valet Parking wurde als erstes Szenario betrachtet, das im großen Maßstab vermarktet wird.

Nach der Mittagspause haben sich Teilnehmer zum mobiLAB begeben. Alle Interessenten konnten dort mit dem autonomen Bus fahren.

Autonomer Shuttle von EasyMile

Das Programm umfasste Ask-me-anything Sessions mit Experten, sowie statische (auf Ausstellungsständen) und dynamische (live) Demonstrationen. Alle Szenarien wurden live demonstriert, einschließlich drei Stadtfahrszenarien, bzw. autonomes und/oder vernetztes Fahren. Das Team von VTT (Finnland) hat den Zuschauern die Möglichkeit geboten,  Fahrgast ihres Martti genannten autonomen Autos zu sein.

Pablo Dafonte García (CTAG, Spanien) trägt zwei autonome Szenarien, die in Vigo getestet wurden: Stadtfahren (urban driving) und Valet Parking.
Autonomes Fahrzeug im Stadtfahren Szenario.
Platooning: das Szenario von Versailles. Das erste Fahrzeug wird von dem Mensch gefahren, die folgende zwei Fahrzeuge sind autonom.

Das AUTOPILOT Projekt brachte über 40 Partner von verschiedenen Bereichen zusammen, einschließlich – aber nicht darauf begrenzt – Entwicklung autonomer Fahrzeuge, Informations- und Kommunikationstechnologien, Telekommunikation, Infrastrukturbetreiber, Datenlieferanten, sowie Entwicklung und Evaluierung innovativer Services. Laut François Fisher (Senior Manager Innovation & Deployment, Ertico-ITS Europe) trägt das Projekt zum Verständnis von Mobility as a Service (das heutzutage immer wichtiger wird) wie zu ‘Vision Zero’ der Europäischen Kommission (die Initiative, Verkehrstote zu verringern) bei.  

Die Webseite des AUTOPILOT Projekts: https://autopilot-project.eu/

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