Ziel:

Hauptziel ist die Entwicklung einer nachhaltigen Strategie für das saarländische ITS Testfeld Merzig (ITeM). Hierbei geht es nicht nur darum, Möglichkeiten für weitere zukünftige Forschungen zu schaffen, sondern auch die Wirtschaft der Großregion in die Forschung und durch Wissenstransfer einzubinden. Tatsächlich sind die gegenseitige Unterstützung von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik sowie die Akzeptanz der Bevölkerung zwingend notwendig, um ein nachhaltiges Testfeld zu etablieren. Gleichzeitig kann die Forschung im Rahmen des Testfeldes auch dazu dienen, den Strukturwandel im Saarland zu fördern und die lokale Wirtschaft durch Wissenstransfer zu unterstützen, sich auf das wandelnde Umfeld in der Mobilität einzustellen.

Hierzu muss die Sichtbarkeit des Testfeldes und der damit verbundenen Thematik sowohl innerhalb des Saarlandes, als auch im restlichen Bundesgebiet und der Großregion gesteigert werden. Die Forschungsarbeiten und Aktivitäten müssen breiter kommuniziert werden, außerdem sollten Vertreter des Testfeldes “Präsenz” bei einschlägigen Veranstaltungen zeigen. Hier ist es besonders wichtig, dass die Vertreter des Testfeldes bekannt werden. Dies macht es zum einen notwendig, dass man auf Branchentreffen, Kongressen, Infoveranstaltungen und Vorträgen öffentlichkeitswirksam anwesend ist. Zum anderen muss aktiv der Dialog mit der regionalen Wirtschaft und Politik gesucht werden. Diese Gespräche müssen koordiniert geführt werden und zielgerichtet sein. Für diesen Dialog ist ein zentraler Ansprechpartner unerlässlich. Auch sollten Veröffentlichungen koordiniert werden, so dass für eine möglichst kontinuierliche Präsenz in Wissenschafts- und Populärliteratur gesorgt wird. Für den letzten Punkt ist die Regionalpresse (Zeitung, Hörfunk, Fernsehen) von besonderer Bedeutung.

Um dieses Ziel erreichen zu können, gibt es zwei primäre Forschungs- und Handlungsfelder:

  1. Zukunftsweisende Strategie
  2. Strategische + organisatorische Koordination

Für die zukunftsweisende Strategie werden die aktuellen Entwicklungen, die absehbaren Trends und zukünftige Visionen für das vernetzte und automatisierte Fahren durch eine Literaturrecherche und die Sichtung der aktuellen Forschungslandschaft in diesem Bereich aufbereitet und untersucht. Gleichzeitig wird eine Potentialanalyse der saarländischen Forschungs- und Entwicklungslandschaft und Industrie (beispielsweise basierend auf vorliegenden Ergebnissen des Forschungsvorhabens KoSMoS oder der Smart Mobility Studie) durchgeführt. Aus den beiden Ergebnissen wird eine zukunftsweisende technologische und strukturelle Strategie zur Weiterentwicklung des Testfeldes ITeM abgeleitet werden. In der Strategie werden die Chancen und Risiken des saarländischen Testfeldes analysiert und entsprechende Handlungsempfehlungen und strategische Maßnahmen aufgezeigt.

Basierende auf der Strategie wird in der strategischen Koordination exemplarisch eine aktive Suche nach Kooperationspartnern durchgeführt werden, um die Praxistauglichkeit der vorgeschlagenen Strategien (Forschung und Transfer) zu untersuchen. Hierfür sind koordinierte Veröffentlichungen und die entsprechende Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Die proaktive Kontaktierung von möglichen Partnern zur Auslotung möglicher Kooperationen bildet dabei einen wichtigen Bestandteil. Es soll mit mindestens einem Partner modellhaft ein Projekt geplant und ggf. auch durchgeführt werden, so dass die notwendigen Rahmenbedingungen und Prozesse aufgebaut und untersucht werden können. Im Ziel soll ein Leitfaden für die Zusammenarbeit im Testfeld entstehen.

Die organisatorische Koordination muss sich mit den grundlegenden organisatorischen Rahmenbedingungen sowie dem rechtlichen Umfeld auseinandersetzen. So sind natürlich die einzelnen Tests im Testfeld zeitlich und räumlich aufeinander abzustimmen und mit den Partnern in Luxemburg und Frankreich zu koordinieren.

Arbeitsfelder

Projektlaufzeit
01.01.2019 bis 31.12.2021 (36 Monate)

gefördert von: