Das neurokognitive Testfeld wurde 2015 gemeinsam durch die Systems Neuroscience & Neurotechnology Unit (SNN-Unit, Prof. Dr. Dr. Daniel J. Strauss) und die Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT, Prof. Dr. Horst Wieker) in Merzig/Saar gegründet.

Das Testfeld kombiniert moderne, verkehrstelematische Kommunikationsstrukturen mit einem dualen, d.h. für Fahrer und Beifahrer geeigneten, neurokognitiven Monitoring. Dies erlaubt es, Aufmerksamkeit und Emotionen in realen, gemäß der Komplexität vorklassifizierten Fahrabschnitten ‚out-of-lab‘ zu messen und zu analysieren. Die Analysetechniken erlauben hierbei eine objektive und differenzierte multimodale Abschätzung der durch die einzelnen Sinne hervorgerufenen, kognitiven Anstrengung während des Fahrens. So können die einzelnen HMI-Modalitäten objektiv, d.h. messtechnisch, bewertet und optimiert werden. Durch die Einbindung in das ITS Testfeldes Merzig (ITeM) kann das neurokognitive Testfeld auf die Möglichkeiten des aktuellen Forschungsstands der kooperativen Verkehrstelematik (C-ITS) zugreifen. So können die Auswirkungen neuster, telematikgestützter Anwendungen, wie z.B. Ampelinformationssysteme, elektronisches Bremslicht oder Falschfahrerwarnung, auf den Fahrer beobachtet werden.

heatmap

Komplexität der Fahrabschnitte (Heatmap, exemplarisch)

Hierdurch wird ein neuer Ansatz der Verkehrstelematik auf der Grundlage der neurokognitiven Beurteilung der Verkehrsteilnehmer (Autofahrer/Beifahrer und Fußgänger) außerhalb von Laborsituationen durch EEG-Methoden verfolgt.

Dreharbeiten zum SR-Beitrag “Die Merziger Teststrecke für autonomes Fahren”