Sichere Komponenten und Schnittstellen für automatisierte Elektrofahrzeuge (iKoPA)

Zum 01. Dezember 2015 startet das im Rahmen des BMBF-Förderschwerpunktes „Intelligente und effiziente Elektromobilität der Zukunft“ geförderte Projekt iKoPA (integrierte Kommunikationsplattform für automatisierte Elektrofahrzeuge) für eine Laufzeit von 3 Jahren.


Motivation
Intelligente und nachhaltige Mobilität ist ein zentrales Ziel der neuen Hightech-Strategie. Forschungsarbeiten zu Elektroniksystemen für automatisiertes, vernetztes und elektrisches Fahren leisten hier wesentliche Beiträge. Damit Autos auch in komplexen Umgebungen wie der Stadt hochautomatisiert fahren können, ist eine effiziente und zuverlässige Integration von Sensorik und Elektronik zur Erfassung, Auswertung und zum Austausch von Daten unerlässlich. Durch eine Vielzahl von verschiede-nen Schnittstellen, unterschiedliche Datenqualität und herstellerspezifischen Systemen ist dies immer noch sehr aufwändig.

Ziele und Vorgehen
Das Vorhaben iKoPA zielt auf eine zuverlässige Automatisierung von Elektrofahrzeugen über sichere Elektronikkomponenten mit einheitlichen Schnittstellen. Gegenstand der Arbeiten sind zum einen zuverlässige Chips, die heterogene Daten fahrzeugintern verarbeiten und in Echtzeit für Fahrerassistenz-Funktionen bereitstellen. Zum anderen Komponenten für die sichere Kommunikation über existierende und neue externe Übertragungskanäle (digitales Radio, Car-to-X-Kommunikation, Mobilfunk). Hierbei werden auch Aspekte wie Datenschutz und die Anbindung an Mobilitätsdienste berücksichtigt. Die Stärken der neuen Komponenten und Schnittstellen sollen u.a. anhand von optimierten Fahr-, Park- und Ladefunktionen von Elektrofahrzeugen mit hohem bis vollem Automatisierungsgrad nachgewiesen werden.

Innovationen und Perspektiven
Die geplanten Arbeiten ermöglichen die Verzahnung von fahrzeugzentrierter Umfelderfassung mit externen Daten und Mobilitätsdiensten. Sie schließen so wichtige Lücken im automatisierten elektrischen Fahren. Das Vorhaben erleichtert nicht nur das automatisierte Energie- und Reichweitenmanagement, sondern kann auch die Ver-kehrssicherheit und -effizienz steigern. Die definierten Schnittstellen werden speziell für die am Projekt beteilig-ten KMU die Markteintrittshürden senken und ihre Inno-vationskraft stärken.

Verbundkoordinator
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, FGVT

Projektlaufzeit
01.12.2015 – 30.11.2018

Projektpartner
Fraunhofer SIT, Darmstadt; Fraunhofer FOKUS, Berlin; DCAITI, Berlin; MyOmega System Technologies, Nürnberg; SWARCO Traffic Systems, München; NXP Semiconductors Germany, Hamburg; ULD Schleswig-Holstein, Kiel; BMT GmbH, München; htw saar, Saarbrücken

Weitere Informationen