CONVERGE Logo RGB
CO
mmunication Network VEhicle Road Global Extension
Kommunikationsarchitektur für die Mobilität der Zukunft – Vorbild Internet
Sicherheit, Umweltfreundlichkeit und Stauvermeidung – so lauten zentrale Forderungen der mobilen Gesellschaft. Die Vernetzung von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur – die sogenannte Car2X-Kommunikation – wird den Verkehr der Zukunft sicherer und flüssiger machen. Der umfassende Austausch bedarfsgerechter Informationen zur Verkehrssituation oder die unmittelbare Warnung vor Gefahrenstellen wird in einigen Jahren zur komfortablen und sicheren Mobilität gehören. In der am 1. September 2012 gestarteten Forschungsinitiative CONVERGE (COmmunication Network VEhicle Road Global Extension) entwickeln insgesamt 14 Partner aus der Automobilindustrie, der Elektronik-, Telekommunikations- und Softwarebranche, der Wissenschaft sowie ein Straßenbetreiber einen Car2X-Systemverbund, der alle Beteiligten zuständigkeits- und systemübergreifend vernetzt. Die Laufzeit des Projekts ist bis Mitte 2015 angesetzt. „Als Vorlage für kooperative Systeme des Intelligenten Verkehrs in einem dynamisch erweiterbaren Systemverbund dient das Internet.
Offene Standards und Interoperabilität sind für den zukünftigen Ausbau von strategischer Bedeutung. Die Arbeiten in CONVERGE sind daher system- und providerübergreifend ausgerichtet und können über Zuständigkeits- und Ländergrenzen hinweg jederzeit eingesetzt werden“, erklärt Prof. Dr. Horst Wieker.
 
CONVERGE-HOLM-0351

© CONVERGE

Das Projekt wird von den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) und Wirtschaft und Technologie (BMWi) mit zusammen ca. 18 Millionen Euro gefördert.

Für den Car2X-Systemverbund erarbeiten die CONVERGE-Partner Regularien, wie in Zukunft unterschiedliche Verkehrsinstitutionen in Abhängigkeit ihrer Zuständigkeiten und Rollen zusammenarbeiten sollten. Der Car2X-Systemverbund erstellt hierzu die Grundlage für eine vollständig neue offene Kommunikations-, Dienste- und Orga­nisationsarchitektur, die den neuesten Stand der Kommunika­tions­technologien sowie den Techniken der IT-Sicherheit abbildet. Dabei wird nicht nur die technologieübergreifende kommunikations­techni­sche Vernetzung von Fahrzeugen mit relevanten In­for­ma­tions­quel­len berücksichtigt, sondern es werden auch Infor­ma­tions­anbieter mit einbe­zogen, die für den Betrieb von kooperativen Systemen des Intelli­genten Verkehrs – sogenannte IVS-Systeme – organisatorisch ver­antwortlich sind. Hierzu zählen die Betreiber von Verkehrsinfra­strukturen, Mobil­funknetzen und Netzen der Verkehrsinfrastruktur – sogenannten IRS-Netzen – sowie Fahrzeughersteller und IVS-Diensteanbieter. Über definierte Zugangspunkte können diese in den offenen und gesicherten Systemverbund integriert werden. Oberstes Ziel ist die dezentrale und dynamische Kopplung aller Systeme und Akteure über Ländergrenzen hinweg.

“Als Vorlage für kooperative Systeme des Intelligenten Verkehrs in einem dynamisch erweiterbaren Systemverbund dient das Internet, in dem Strukturen dezentral verteilt und alle Betei­ligten gleich­berechtigt sind. Offene Standards und Inter­opera­bilität sind für den zukünftigen Ausbau von strategischer Be­deu­tung. Die Arbeiten in CONVERGE sind daher system- und provider­über­greifend ausge­richtet und können über Zuständig­keits- und Ländergrenzen hinweg jederzeit eingesetzt werden.” (Prof. Dr. Horst Wieker)

CONVERGE bietet:

  • Informationen zeitnah direkt von Verkehrszentralen zu Fahrzeugen
  • Informationen, die von Fahrzeugen geliefert werden können (CAN, DENM), können direkt zur Verkehrslage­er­fas­sung genutzt werden
  • Qualitätsvorteile bei der Akkreditierung und Zertifizierung
    • von Anwendungen und
    • für Netzbetreiber
      → Anwendungen müssen typische Probleme nicht immer wieder lösen.
      → Entwicklung von Anwendungen wird schneller und günstiger.
      → Mehr und bessere Anwendungen.

 

Car2X-Systemverbund

Der Car2X-Systemverbund ist ein dynamisch erweiterbarer Zusammenschluss für kooperative Systeme des intelligenten Verkehrs, vergleichbar dem Internet mit offenen Standards und Interoperabilität, der aktuelle Innovationen im Bereich IKT aufgreift und dadurch neuartige Ansätze für System- und Softwaredesign bietet.

Screenshot

Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation am Beispiel des Ampelphasenassistenten © CONVERGE

Das erklärte Ziel von CONVERGE ist die Definition einer Architektur und Schnitt­stellen für einen offenen, verteilten, über­regional/international vernetzenden, be­trei­ber­unabhängigen, skalierbaren, flexi­blen, sicheren und hybrid kommuni­zie­ren­den Car2X-Systemverbund.

Zu diesem Zweck sind die Netz-Grundlagen für eine Referenzarchitektur (zentral, P2P, hierarchisch) festzulegen. Weiterhin sind Konzepte zu entwickeln, die IT-Security und Privacy sowie die Datenverwaltung um­fas­sen. Für die Teilnahme am Systemv­erbund sind entsprechende Software-Konzepte erforderlich. Die Gestaltung, die Steuerung und die Realisierung der Informationsflüsse ist über Mobilfunk und ETSI ITS G5 zu gewährleisten und Schnittstellen zu mobilen Knoten und infrastrukturseitigen Diensten zu schaffen.

CONVERGE Projektfilm © CONVERGE

Methodik

Eine Organisationsarchitektur basierend auf Rollen und Akteuren bildet die Grundlage für CONVERGE

Technologie

Weiterentwicklung der infrastrukturseitigen Architektur

  • Skalierbarkeit
  • (inter-)nationale Übertragbarkeit

Technologische Innovationen

  • einfache Einbindung von Verkehrszentralen
  • Einbindung von Zentralen weiterer ITS Diensteanbieter
  • Betreiberunabhängigkeit
  • flexibles Hinzufügen und Entfernen von Diensten auf Basis einer “offenen” Schnittstellendefinition
  • Definierte Informationsqualität
  • transparente Nutzung komplementärer Funktechnologien

Austausch (“Inter-Zentralenkommunikation”) von zentralenseitig verarbeiteten Daten über

  • virtuellen Datenmarktplatz (z.B. MDM) oder
  • direkt über den Car2X-Systemverbund.

Hier gehts zur offiziellen Projektpräsentation.

Hier finden Sie die Projektbroschüre

 

Weitere Informationen: www.converge-online.de

24. Juni 2015: CONVERGE stellt Projektergebnisse vor.


Projektlaufzeit
01.08.2012 bis 31.10.2015 (39 Monate)


Projektpartner


gefördert von:

BMBF, BMWi