{"id":41,"date":"2019-06-28T15:17:36","date_gmt":"2019-06-28T13:17:36","guid":{"rendered":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/?page_id=41"},"modified":"2020-03-03T11:49:11","modified_gmt":"2020-03-03T10:49:11","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Kontinuierliche Ver\u00e4nderung und Neugier auf Wissen sind der Kern der\nEntwicklung der Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT) seit ihrer Gr\u00fcndung. Alles\nhat angefangen im Jahr 2003: die Professoren Wieker (Kommunikationssysteme) und\nSeibert (Fahrzeugtechnik) unterhielten sich \u00fcber das Thema aktive Sicherheit im\nStra\u00dfenverkehr und gaben damit den Ansto\u00df f\u00fcr die Arbeiten der Forschungsgruppe\nVerkehrstelematik (Telematik ist ein Kunstwort aus Telekommunikation und\nInformatik). Die rasante Entwicklung der inzwischen 15 Jahre hatten die beiden dabei\nselbst nicht vorhergesehen.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>2004 startete das europ\u00e4ische\nForschungsvorhaben <strong>PReVENT-WILLWARN<\/strong>\n(Preventive safety &#8211; Wireless Local Danger Warning, 2004-2007). In diesem\nProjekt wurde durch die FGVT, damals noch als PGVT \u2013 Projektgruppe\nVerkehrstelematik, mit der heute immer noch vorhandenen Mercedes A-Klasse das\nerste Versuchsfahrzeug aufgebaut und mit diesem Algorithmen zur Erkennung von\nverminderter Haftreibung auf Basis von vorhandenen Sensoren entwickelt.\nGleichzeitig wurden Algorithmen zur Lenkung der Kommunikation zwischen Fahrzeugen\n(Vehicle-2-Vehicle, V2V) untersucht und die Verantwortung f\u00fcr den Systemtest\nund die Systemvalidierung \u00fcbernommen. Letzteres bildet die Grundlage f\u00fcr die\n\u00fcbergreifende Systemkompetenz der FGVT, die sich \u00fcber die Jahre vom Fahrzeug\n\u00fcber die Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur hin zum Verst\u00e4ndnis des\nGesamtsystems und des systemischen Ansatzes weiterentwickelt hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Durch das europ\u00e4ische Projekt <strong>CVIS<\/strong> (Cooperative\nVehicle-Infrastructure Systems, 2006-2010) und das deutsche Projekt <strong>AKTIV-VM<\/strong> (Adaptive und kooperative\nTechnologien f\u00fcr den intelligenten Verkehr \u2013 Verkehrsmanagement, 2006-2010) hat\nsich der Fokus der Gruppe von der Kommunikation zwischen Fahrzeugen hin zur\nKommunikation zwischen Fahrzeugen und der Infrastruktur\n(Vehicle-2-Infrastructure, V2I) entwickelt. Die Infrastruktur besteht dabei\nsowohl aus stra\u00dfenseitigen Kommunikationseinheiten, sogenannten RSU (Roadside\nUnits), die oft in Verbindung mit Ampeln (LSA \u2013 Lichtsignalanlagen) oder\nSchilderbr\u00fccken aufgebaut werden, als auch aus den Systemen des\nVerkehrsmanagements in Rechenzentren sowie sonstigen Mobilit\u00e4tsdiensten. Zur\nKommunikation entwickelte die FGVT im Projekt AKTIV als Verantwortlicher f\u00fcr den\nBereich Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation eine Systemarchitektur\n(Vehicle-2-Everything, V2X), die unabh\u00e4ngig vom genutzten \u00dcbertragungsmedium\nfunktioniert. Hierdurch k\u00f6nnen unterschiedliche Kommunikationstechnologien\n(Mobilfunk, W-LAN; RFID, DAB, &#8230;) eingesetzt werden, ohne dass eine \u00c4nderung\nam System und den Anwendungen notwendig ist. F\u00fcr die Kommunikation zu den\nFahrzeugen setzte die FGVT in AKTIV auf die W-LAN-basierte Kommunikation mittels\nIEEE 802.11p, welche speziell f\u00fcr die Kommunikation im automobilen Umfeld\nentwickelt worden war.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"244\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_3-1024x244.jpg\" alt=\"Textfeld: Abbildung 2: Versuchsfahrzeug der FGVT bei der Falschfahrt auf der A5 im Projekt CONVERGE\" class=\"wp-image-1296\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_3-1024x244.jpg 1024w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_3-300x71.jpg 300w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_3-768x183.jpg 768w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_3.jpg 1450w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die S\u00e4ule der Kommunikation zwischen\nden Fahrzeugen und der Verkehrsinfrastruktur war auch der alleinige Verantwortungsbereich\nder FGVT im gro\u00df angelegten Feldversuch <strong>sim<sup>TD<\/sup>\n<\/strong>(sichere, intelligente Mobilit\u00e4t \u2013 Testfeld Deutschland, 2008-2012). In\ndiesem Projekt wurden \u00fcber 100 von der FGVT entwickelte Roadside Units auf den\nAutobahnen rund um Frankfurt am Main und in der Frankfurter Innenstadt\naufgebaut und von Saarbr\u00fccken aus verwaltet. Der Feldversuch untersuchte \u00fcber\nein halbes Jahr mit 120 Fahrzeugen, 500 Probanden und \u00fcber 1 Million gefahrenen\nKilometern Anwendungen f\u00fcr das vernetzte Fahren. In sim<sup>TD<\/sup> kam das\nzweite Forschungsfahrzeug, ein Opel Insignia, hinzu, welches von der\nForschungsgruppe mit den elektronischen Systemen zur Kommunikation und Ortung\nausgestattet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ausgehend von sim<sup>TD<\/sup>\nhat die FGVT drei Themenfelder bearbeitet:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Fu\u00dfg\u00e4ngerschutz (FRAMES)<\/li><li> Einf\u00fchrung von kooperativen Systemen in St\u00e4dten (UR:BAN)<\/li><li>Systemverbund f\u00fcr kooperative System (CONVERGE) <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Zusammen mit der Gesetzlichen\nUnfallversicherung (DGUV) wurde im Projekt <strong>FRAMES<\/strong>\n(Fr\u00fchwarnsystem zur Adaptiven Fahrzeug-Mensch-Erkennung und Sicherheitsl\u00f6sung,\n2012-2018) ein System entwickelt, das\nAngestellte auf Betriebsh\u00f6fen und Betriebsgel\u00e4nden mit Hilfe der\nFahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation vor m\u00f6glichen Gefahrensituationen warnt und\ndamit Unf\u00e4lle verhindert. Hierzu wurde ein V2X-System f\u00fcr die Angestellten und\ndas Fahrzeug aufgebaut und ein System zur genauen (&lt; 10cm Abweichung)\nPositionierung umgesetzt. Letzteres war notwendig, da die Positionsgenauigkeit\nder normalen satellitengest\u00fctzten Positionierung (z.B. GPS) alleine zu ungenau\nist. Daher wurden entsprechende Korrekturdaten ausgesendet, um die geforderte\nGenauigkeit zu erreichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Kooperative Systeme k\u00f6nnen nur dann\nzur besseren Verkehrssicherheit und Verkehrseffizienz beitragen, wenn nicht nur\nFahrzeuge, sondern auch die Verkehrsinfrastruktur mit diesen Systemen\nausgestattet sind. Hierf\u00fcr hat das Projekt <strong>UR:BAN-VV<\/strong>\n(Urbaner Raum: Benutzergerechte Assistenzsysteme und Netzmanagement \u2013 Vernetzte\nVerkehrssysteme, 2012-2015) einen entscheidenden Beitrag geleistet. Zusammen\nmit den anderen Partnern wurde ein Leitfaden entwickelt, um St\u00e4dten den\nMehrwert der kooperativen Systeme darzulegen und Argumente f\u00fcr die notwendigen\nInvestitionen an die Hand zu geben. <\/p>\n\n\n\n<p>Abbildung 3:\nProjekthistorie der FGVT von 2004 bis heute.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Forschungsinitiative <strong>CONVERGE<\/strong> (COmmunication Network VEhicle\nRoad Global Extension, 2012-2015) forschte die FGVT als Konsortialf\u00fchrer an dem\nsogenannten Car2X-Systemverbund, der alle an der Mobilit\u00e4t Beteiligten in einer\noffenen IT-Architektur zust\u00e4ndigkeits- und system\u00fcbergreifend vernetzt und\ngleichzeitig als <a>erstes<\/a><a href=\"#_msocom_1\">[SM1]<\/a>&nbsp;\nin Europa ein durchg\u00e4ngiges IT-Sicherheitskonzept realisierte. Ein gemeinsamer Verbund\nerm\u00f6glicht <a>so<\/a><a href=\"#_msocom_2\">[SM2]<\/a>&nbsp;\neinen umfassenden, schnellen und sicheren Informationsfluss \u00fcber\nVerkehrsereignisse (Streckensperrungen, Stau, Unf\u00e4lle, \u2026) und Mobilit\u00e4tsdienste.\nEbenso wurden in diesem Projekt Rahmenbedingungen und Handlungsempfehlungen f\u00fcr\nneue Gesch\u00e4ftsfelder in der Kommunikation rund um die vernetzte Mobilit\u00e4t abgeleitet\nund damit r\u00fcckte die \u00f6konomische Betrachtung der technischen Systementwicklung\nerstmals in den Fokus der FGVT-Forschungst\u00e4tigkeiten. Im Zuge der Umsetzung des\nVisualisierungsanwendungsfalls \u201eFalschfahrererkennung und Warnung vor\nFalschfahrern\u201c wurde das dritte Forschungsfahrzeug, ein VW Passat, mit Technik\nausgestattet.<\/p>\n\n\n\n<p>So wurden im\nnachfolgenden Projekt <strong>No LimITS<\/strong> (Neue\n\u00f6konomische Entwicklungen von Modellen f\u00fcr innovative intelligente\nVerkehrssysteme (ITS), 2015-2017) Modelle untersucht, um neben der\ntechnologischen Perspektive einen speziellen Fokus auf die \u00f6konomische\nPerspektive zu richten. Erstmals r\u00fcckte auch die Elektromobilit\u00e4t in den\nVordergrund der Betrachtungen und es wurde ein viertes Versuchsfahrzeug, ein\nOpel Ampera mit Hybridmotor, angeschafft. Es wurde untersucht, welche\n\u00f6konomischen Stellhebel wichtig sind, um Elektromobilit\u00e4t sowohl technologisch,\nals auch volks- und betriebswirtschaftlich und aus strategischer\nMarktperspektive umsetzbar zu machen. Ziel war es, durch innovative\nIKT-L\u00f6sungen neue Gesch\u00e4ftsmodelle f\u00fcr zukunftsf\u00e4hige Mobilit\u00e4tskonzepte zu\nerm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Forschungsprojekt <strong>KoSMoS<\/strong> (Kompetenzregion Smart Mobility\nSaarland, 2017-2020) soll nun Disziplinen-\u00fcbergreifend erforscht werden, welche\nsozio\u00f6konomischen Implikationen die Digitalisierung der Mobilit\u00e4t im regionalen\nKontext hat. Der Automobilsektor steht weltweit vor einem tiefgreifenden\nWandel. Mobilit\u00e4t muss neu gedacht werden, um globalen und gesellschaftlichen\nHerausforderungen wie Klimaschutz oder demografischem Wandel gerecht zu werden.\nGleichzeitig bietet diese Transformation die Chance, Verkehr zuk\u00fcnftig optimal\nbedarfsgerecht, sozial fair und nachhaltig zu gestalten. Die Werkzeuge hierf\u00fcr\nsind neue Mobilit\u00e4tskonzepte, technologischer Fortschritt und eine zunehmende\nDigitalisierung der Lebensumwelten. Im Ergebnis liegt ein Kompetenzatlas Smart\nMobility vor, der Impulse f\u00fcr das Saarland setzen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Projekt <strong>iKoPA<\/strong> (integrierte Kommunikationsplattform f\u00fcr automatisierte\nElektrofahrzeuge, 2015-2018) wurden verschiedene kooperative Anwendungen untersucht,\ndie einen Mehrwert speziell f\u00fcr vernetzt-automatisierte Elektrofahrzeuge\nbieten. Hierunter fallen z.B. eine pseudonyme Reservierung von Lades\u00e4ulen,\nKamera-unterst\u00fctzte Navigation im Parkhaus, pseudonyme Authentifizierung des\nFahrzeuges am Parkhaus \u00fcber V2X sowie Verbreitung von Lades\u00e4uleninformationen\n\u00fcber DAB+. Der besondere Fokus lag dabei auf einer sicheren (IT-Sicherheit) und\ndatenschutzfreundlichen Gesamtsystemarchitektur, die eine pseudonyme\nDienstnutzung und gleichzeitig unterschiedliche \u00dcbertragungstechnologien\n(W-LAN, Mobilfunk, DAB(+) und RFID) erm\u00f6glicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit den aktuell laufenden\nProjekten <strong>5G NetMobil<\/strong> (5G L\u00f6sungen\nf\u00fcr die vernetzte Mobilit\u00e4t der Zukunft, 2017-2020) und <strong>5GCroCo<\/strong> (5G Cross Border Control, 2018-2021) schl\u00e4gt die\nForschungsarbeit der FGVT die Br\u00fccke zum taktil-vernetzten Fahren. Das taktil-vernetzte\nFahren erm\u00f6glicht kooperative Man\u00f6ver in koordinierter Fahrweise und erlaubt so\nvorausschauendes Fahren. Anwendbar ist dies beispielsweise bei sehr dicht\naufeinanderfolgenden LKWs, dem sogenannten Platooning, oder auch einem System\nzum Fu\u00dfg\u00e4ngerschutz, das auch in Merzig umgesetzt wird. Hauptziel des 5G\nNetMobil-Projektes ist es, eine allumfassende Kommunikationsinfrastruktur f\u00fcr\ntaktil-vernetztes Fahren zu entwickeln und die Vorteile in Bezug auf\nVerkehrssicherheit, Verkehrseffizienz und Umweltbelastung gegen\u00fcber dem\nausschlie\u00dflich auf lokalen Sensordaten basierenden automatisierten Fahren\naufzuzeigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem EU-Projekt 5GCroCo\narbeitet die FGVT in den n\u00e4chsten Jahren in der Gro\u00dfregion. Ziel ist es, einen\nerfolgreichen Weg zur Bereitstellung von vernetzten, kooperativen und autonomen\nMobilit\u00e4tsdiensten (CCAM) entlang grenz\u00fcberschreitender Szenarien zu definieren\nund die Unsicherheiten eines 5G-Einsatzes \u00fcber die Landesgrenzen hinweg zu\nverringern. Konkret geht es um die kooperative Kollisionsvermeidung,\nteleoperiertes Fahren sowie die Erzeugung und Verteilung dynamischer\nhochaufl\u00f6sender Karten f\u00fcr automatisiertes Fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das ebenso zurzeit laufende\nProjekt <strong>C-MobILE<\/strong> (Accelerating C-ITS\nMobility Innovation and depLoyment in Europe, 2017-2020) wird die Einf\u00fchrung\nvon C-ITS in Europa vorantreiben. Hierzu werden in acht Testst\u00e4dten (Barcelona,\nBilbao, Bordeaux, Kopenhagen, Newcastle, Provinz Nordbrabant, Thessaloniki und\nVigo) in ganz Europa C-ITS Anwendungen demonstriert und so umgesetzt, dass sie\nauch nach Projektende lauff\u00e4hig sind. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Vorhaben <strong>TERMINAL<\/strong> (Automatisierte elektrische Minibusse im\ngrenz\u00fcberschreitenden Pendlerverkehr, 2019-2021) arbeitet und forscht an der\nEtablierung von automatisierten, elektrischen Bussen im grenz\u00fcberschreitenden\nPendlerverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Fahrzeugen und\nihrer Umgebung spielt auch der Mensch eine entscheidende Rolle beim\nvernetzt-kooperativen und (teil-)automatisierten Fahren. Eine der Grundannahmen\nbei der Erforschung und Entwicklung ist, dass Menschen, Verkehrsumfeld und\nFahrzeuge mehr und mehr eine kooperative Einheit bilden. Dabei machen\nAssistenztechnologien das Autofahren sicherer und erg\u00e4nzen die nat\u00fcrlichen\nSinne des Fahrers. Gleichzeitig muss der Fahrer ein immer breiter werdendes\nAngebot an Informations- und Warnmeldungen verarbeiten, was eine erh\u00f6hte Ablenkung\nvon der eigentlichen Fahraufgabe zur Folge hat. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Fahraufgabe wird\nin den kommenden Jahren je nach Situation zwischen Fahrer und Fahrzeug\naufgeteilt werden. Wann geeignete \u00dcbergabepunkte zwischen automatisierter und\nmanueller Fahrt vorhanden sind, wird im Zusammenspiel von neurokognitiven Aspekten\nund verkehrlicher Gesamtinformation im aktuellen Forschungsprojekt <strong>kantSaar<\/strong> (Kooperatives, automatisiertes\nFahren im neurokognitiven Testfeld Saarland, 2018-2020) untersucht, das die\nFGVT mit der System Neuroscience &amp; Neurotechnology Unit (SNNU) durchf\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"725\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_6-1024x725.jpg\" alt=\"Textfeld: Abbildung 6: Testfeld im Dreil\u00e4ndereck\" class=\"wp-image-1297\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_6-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_6-300x212.jpg 300w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_6-768x544.jpg 768w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_6.jpg 1054w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit der Etablierung des <strong>ITS Testfelds Merzig (ITeM)<\/strong> 2014 wurde\nein wichtiger Meilenstein f\u00fcr die FGVT gesetzt. Die Innenstadt von Merzig ist ein\nReal-Labor zur Erprobung von Kommunikationssystemen. ITeM ist auch der Nukleus <strong>des grenz\u00fcberschreitenden digitalen\nTestfelds Deutschland-Frankreich-Luxembourg f\u00fcr automatisiertes und vernetztes\nFahren<\/strong>. Bisher stellten unterschiedliche Kommunikations- und\nVerkehrssysteme in den jeweiligen L\u00e4ndern enorme Herausforderungen f\u00fcr die\nZusammenarbeit dar. K\u00fcnftig werden so Forschungsfahrten von Metz \u00fcber\nThionville nach Luxemburg und dann zur\u00fcck nach Merzig, Saarlouis, Saarbr\u00fccken\nund Metz m\u00f6glich. Dadurch lassen sich Erkenntnisse aus drei verschiedenen\nVerkehrsr\u00e4umen gewinnen. Institutionen und Unternehmen haben die M\u00f6glichkeit,\nneue Technologien grenz\u00fcberschreitend zu erforschen und zu erproben. Im Fokus\ndes L\u00e4nder-Verbundes stehen grenz\u00fcberschreitende L\u00f6sungen beispielsweise f\u00fcr\ndurchg\u00e4ngige Verkehrswarndienste, grenz\u00fcbergreifende Szenarien im \u00d6PNV und\nG\u00fcterverkehr oder eine grenz\u00fcberschreitende Baustellenkommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Zusammenspiel ist das Hauptziel\ndes Projekts <strong>SaarMoS-ITS<\/strong> (saarl\u00e4ndische\nMobilit\u00e4ts-Strategie ITS-Testfeld, 2019-2021) die Entwicklung einer\nnachhaltigen Strategie f\u00fcr das saarl\u00e4ndische ITS Testfeld Merzig (ITeM).\nHierbei geht es nicht nur darum, M\u00f6glichkeiten f\u00fcr weitere zuk\u00fcnftige\nForschungen zu schaffen, sondern die Forschung kann im Rahmen des Testfeldes\nauch dazu dienen, den Strukturwandel im Saarland zu f\u00f6rdern und die lokale\nWirtschaft durch Wissenstransfer zu unterst\u00fctzen, sich auf das wandelnde Umfeld\nin der Mobilit\u00e4t einzustellen. Hierzu muss die Sichtbarkeit des Testfeldes und\nder damit verbundenen Thematik sowohl innerhalb des Saarlandes, als auch im\nrestlichen Bundesgebiet und der Gro\u00dfregion gesteigert werden. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"542\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_7-1024x542.jpg\" alt=\"Textfeld: Abbildung 7: Forschungsgebiete der FGVT.\" class=\"wp-image-1298\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_7-1024x542.jpg 1024w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_7-300x159.jpg 300w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_7-768x407.jpg 768w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/Abbildung_7.jpg 1446w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>In der nahen Zukunft will sich die FGVT\nauf die beiden S\u00e4ulen von vernetzten, kooperativen und autonomen\nMobilit\u00e4tsdiensten (CCAM) und Mobilit\u00e4tskonzepte der Zukunft fokussieren. Die\nM\u00f6glichkeit, CCAM \u00fcber verschiedene Landesgrenzen hinweg zur Verf\u00fcgung zu\nstellen, hat ein enormes innovatives Gesch\u00e4ftspotenzial. Dies ist besonders\nherausfordernd, wenn ein grenz\u00fcberschreitendes Layout f\u00fcr mehrere L\u00e4nder,\nmehrere Betreiber, mehrere Telekommunikationsanbieter und mehrere Fahrzeugausr\u00fcster\ngilt. Daneben haben neue Mobilit\u00e4tskonzepte, die eng verkn\u00fcpft mit den zunehmenden\numweltpolitischen Anforderungen als auch den dynamischen Entwicklungen im\nBereich der mobilen Anwendungen von IKT sind, ein gro\u00dfes Potential f\u00fcr\nVer\u00e4nderung und werden Gegenstand der zuk\u00fcnftigen Forschung sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ideen made by FGVT \u2013 Interdisziplinarit\u00e4t von Kommunikationsinformatik,\n\u00d6konomie und Mensch<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Verkehrssicherheit,\nUmweltfreundlichkeit, Stauvermeidung und Verf\u00fcgbarkeit \u2013 so lauten zentrale\nForderungen der mobilen Gesellschaft. Die Vernetzung von Fahrzeugen\nuntereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur (V2X) wird den Verkehr der\nZukunft sicherer und fl\u00fcssiger machen. Die Historie der FGVT zeigt die\nvielf\u00e4ltigen Forschungs- und Arbeitsgebiete der Gruppe, die von der\nkonzeptionellen Planung von Kommunikationsarchitekturen, der Entwicklung von\nentsprechender Softwarel\u00f6sungen \u00fcber die prototypische Umsetzung in realen\nSystemen bis zur \u00f6konomischen Betrachtung der L\u00f6sungen reichen. In ihren\nForschungsprojekten arbeitet die FGVT mit zahlreichen Hochschulen aus\nDeutschland und dem europ\u00e4ischen Ausland (Zeppelin Universit\u00e4t, TU\nKaiserlauter, TU Eindhoven, \u2026), Forschungseinrichtungen (Fraunhofer\nGesellschaft, DFKI, \u2026), \u00f6ffentlichen Einrichtungen (Ministerien, BASt,\nDatenschutzbeh\u00f6rden, \u2026) und Wirtschaftsunternehmen, von KMUs bis zu weltweit\nagierenden Konzernen (wie beispielsweise Volkswagen Gruppe, Bosch, Vodafone\noder Siemens) aus den Bereichen Automotive, IT, Telekommunikation und\nVerkehrswesen, zusammen. &nbsp;Die\nForschungsfelder der FGVT entwickelten sich von der reinen Technologieforschung\nzu einer wirkungszentrierten Forschung. Stand fr\u00fcher die Entwickelung neuer\nAlgorithmen und Protokolle im Vordergrund, ist es heute die L\u00f6sung von\nProblemen im Mobilit\u00e4tsbereich durch Informations- und\nKommunikationstechnologien. Die Forschung ist explizit interdisziplin\u00e4r ausgerichtet.\nEs werden Zusammenh\u00e4nge von \u00d6konomie und Technologie ebenso wie die\nenergiewirtschaftlichen, sozio-\u00f6konomischen, psychologische und neurokognitive\nDimensionen von k\u00fcnftigen Mobilit\u00e4tskonzepten untersucht. Die Analysen werden Disziplinen-\u00fcbergreifend\nauf globaler, nationaler und regionaler Ebene vorgenommen. Die Forschungsgruppe\nkann damit ein sehr breites Spektrum bei der Forschung der\nKommunikationstechnologie f\u00fcr die Mobilit\u00e4t der Zukunft abdecken. <\/p>\n\n\n\n<p>Die FGVT\nbietet interessierten Studierenden die M\u00f6glichkeit in einem innovativen\nForschungsbereich industrienah und doch wissenschaftlich zu arbeiten. In diesem\nRahmen k\u00f6nnen Praktika absolviert und auch Abschlussarbeiten erstellt werden.\nF\u00fcr die Abschlussarbeiten (Bachelor, Master, DFHI-Diplom) stehen den\nStudierenden in einem gro\u00dfen Themengebiet eine Vielzahl von Themen zur Auswahl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forschung &amp; Lehre<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Verbindung von Forschung und\nLehre geh\u00f6rt zum Selbstverst\u00e4ndnis der FGVT als Teil der Hochschule. Die\nwissenschaftlichen Mitarbeiter transferieren ihre Forschungsergebnisse\nunmittelbar in Vorlesungen der Fakult\u00e4t Ingenieurwissenschaften. Daneben\narbeitet die FGVT mit saarl\u00e4ndischen Bildungseinrichtungen der Mittel- und\nOberstufe zusammen, um den Sch\u00fclern im Sinne der Nachwuchsf\u00f6rderung die\nM\u00f6glichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur L\u00f6sung\nmobilit\u00e4tsbezogener Probleme aufzuzeigen und ihnen eine Einf\u00fchrung in die\nwissenschaftliche Arbeitsmethodik zu geben. Die FGVT erf\u00fcllt mit ihrem\nanwendungsorientierten Schwerpunkt in Forschung und Lehre eine wichtige\nBr\u00fcckenfunktion im Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Praxis. F\u00fcr die\nForschung bzw. den Wissens- und Innovationstransfer der htw saar ist das\nbestehende Netzwerk der FGVT zu regionalen, aber auch nationalen Akteuren von\ngro\u00dfer Bedeutung. Hier setzen Erfahrungen aus diversen fachlichen und\nberatenden T\u00e4tigkeiten und Kontakten zu Politik, Wirtschaft und\nBildungseinrichtungen in der Gro\u00dfregion wichtige Impulse. Durch den Dreiklang\naus Anwendungsn\u00e4he, Interdisziplinarit\u00e4t und Zukunftsf\u00e4higkeit fungiert die FGVT\nals Innovationsmotor der htw saar. <\/p>\n\n\n\n<p>Die FGVT umfasst aktuell 13\nMitarbeiter und vier studentische Hilfskr\u00e4fte. Seit ihrer Gr\u00fcndung 2004 war\nbzw. ist sie an 17 Projekten mit deutscher bzw. europ\u00e4ischer F\u00f6rderung mit\ninsgesamt 25 wissenschaftlichen Mitarbeitern und \u00fcber 30 studentischen\nHilfskr\u00e4ften beteiligt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kontinuierliche Ver\u00e4nderung und Neugier auf Wissen sind der Kern der Entwicklung der Forschungsgruppe Verkehrstelematik (FGVT) seit ihrer Gr\u00fcndung. Alles hat angefangen im Jahr 2003: die Professoren Wieker (Kommunikationssysteme) und Seibert (Fahrzeugtechnik) unterhielten sich \u00fcber das Thema aktive Sicherheit im Stra\u00dfenverkehr und gaben damit den Ansto\u00df f\u00fcr die Arbeiten der Forschungsgruppe [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-41","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=41"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1299,"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/41\/revisions\/1299"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=41"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}