{"id":293,"date":"2019-07-18T15:25:35","date_gmt":"2019-07-18T13:25:35","guid":{"rendered":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/?page_id=293"},"modified":"2019-12-10T12:34:22","modified_gmt":"2019-12-10T11:34:22","slug":"frames-2012-2018","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/frames-2012-2018\/","title":{"rendered":"FRAMES (2012-2018)"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"617\" height=\"101\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-logo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-768\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-logo.jpg 617w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-logo-300x49.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 617px) 100vw, 617px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>FRAMES wird gef\u00f6rdert durch den <strong>Spitzenverband der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV e.V.) <\/strong>mit finanzieller und logistischer Unterst\u00fctzung folgender Institutionen und Unternehmen<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"946\" height=\"582\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-konsortium.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-769\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-konsortium.jpg 946w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-konsortium-300x185.jpg 300w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/frames-konsortium-768x472.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 946px) 100vw, 946px\" \/><figcaption>\u00a9 FRAMES<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><br>Einleitung und \u00dcberblick<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit werden gro\u00dfe Bem\u00fchungen unternommen, um die Fahrzeug-Fahrzeug Kommunikation zur Vermeidung von Unf\u00e4llen und zur erh\u00f6hten Verkehrseffizienz zu optimieren. Europaweit werden daf\u00fcr Funkfrequenzen reserviert und die Fahrzeuge technisch vorbereitet, um ab 2015 Fr\u00fchwarninformationen \u00fcber Kollisionsgefahren und Staus auszutauschen. Leider werden bei all diesen Verfahren die schw\u00e4cheren Verkehrsteilnehmer, Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer nur sehr unzureichend ber\u00fccksichtigt. Genau hier setzt das Projekt FRAMES an, um diese Zielgruppen ebenfalls vom technischen Fortschritt sicherheitlich profitieren zu lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Vielzahl an Verkehrsunf\u00e4llen geschieht beim Rangieren und R\u00fcckw\u00e4rtsfahren. LKW setzen z.B. zum Be- und Entladen zur\u00fcck und kollidieren dabei mit Einweisern, Passanten, Bedienungspersonal einer M\u00fcllpresse oder sto\u00dfen mit anderen Fahrzeugen oder Gegenst\u00e4nden zusammen. Sch\u00fcler verhalten sich spontan und wenig berechenbar und sind oftmals von Hindernissen verdeckt, z.B. parkenden Fahrzeugen. Gabelstaplerunf\u00e4lle geschehen oft, weil Gefahren nicht rechtzeitig wahrgenommen werden. Derzeitige Schutzsysteme basieren ausschlie\u00dflich darauf, dass Sensoren oder Kameras am Fahrzeug die Gefahr erkennen und r\u00fcckmelden. Verdeckte Personen, spontane Bewegungen etc. werden nicht ber\u00fccksichtigt. FRAMES basiert dagegen auf einer funkbasierten wechselseitigen Information, so dass Fahrzeuge auch dann Warnsignale erhalten, wenn die Hindernisse verdeckt sind, aber auch Fu\u00dfg\u00e4nger und Radfahrer selbst eine R\u00fcckmeldung \u00fcber eine m\u00f6gliche Unfallgefahr bekommen, sodass beide Verkehrsteilnehmer Schutzma\u00dfnahmen einleiten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dazu notwendige Technologie muss jedoch zur Erf\u00fcllung dieser Aufgabe erweitert und angepasst werden, bei gleichzeitiger Nutzung der europaweiten Standards und Planungen f\u00fcr die Fahrzeug-Fahrzeug Kommunikation (ETS ITS-G5, 802.11p). Dies ist der Teil des Projektes, den die Forschungsgruppe Verkehrstelematik der htw saar \u00fcbernimmt. Damit die hinter dem Fr\u00fchwarnsystem liegende Programmierung die richtige Balance zwischen echten und falschen Warnungen, zwischen zu vielen und zu wenigen Signalen und f\u00fcr schnell ver\u00e4ndertes Verhalten erh\u00e4lt, ist es notwendig, die Verhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer m\u00f6glichst genau vorherzusagen und so abzubilden, dass die Fahrzeugf\u00fchrer nicht mit Signalen \u00fcberschwemmt werden oder zu wenige erhalten. Au\u00dferdem ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Risikoadaptation zu rechnen, das hei\u00dft dass Fahrzeugf\u00fchrer und auch Radfahrer und Fu\u00dfg\u00e4nger sich sicher f\u00fchlen, weil sie kein Signal erhalten, und schneller oder unaufmerksamer fahren, und dabei Menschen oder Fahrzeuge ohne Transponder \u00fcbersehen. Die Erforschung dieser verhaltenswissenschaftlichen Daten und Ma\u00dfnahmen zur Pr\u00e4vention werden vom Lehrstuhl Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie der FSU Jena \u00fcbernommen.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem interdisziplin\u00e4ren Ansatz besteht damit die Chance, fr\u00fchzeitig hochmoderne Technologien auch zum Schutz schw\u00e4cherer Verkehrsteilnehmer nutzen zu k\u00f6nnen. Der Nutzen f\u00fcr die Unfallversicherungstr\u00e4ger (UVT) besteht u.a darin, dass eine neue Technologie f\u00fcr die Pr\u00e4ventionszielgruppen nahezu aller UVT genutzt werden kann, denn Rangieren und Transportieren betrifft ebenso alle wie Fu\u00dfg\u00e4nger- und Radfahrerverkehr. Weitere Nutzen f\u00fcr die Unfallversicherungstr\u00e4ger bestehen darin, derzeit mit gro\u00dfem finanziellem Aufwand entwickelte Technologie fr\u00fchzeitig f\u00fcr Sicherheitszwecke nutzen und sogar mitgestalten zu k\u00f6nnen. F\u00fcr den Arbeitgeber besteht der weitere Nutzen darin, dass neben der Pr\u00e4vention von Personensch\u00e4den, die Technologie auch \u00fcber station\u00e4re Anlagen zur Vermeidung von Sachsch\u00e4den genutzt werden kann. F\u00fcr die \u00f6ffentliche Hand wird dem sehr wichtigen Thema der Unfallverh\u00fctung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern ein weiteres, technisches Schutzinstrument zur Verf\u00fcgung gestellt, das mit relativ geringem Aufwand weit verbreitete Technologie, z.B. das Handy, so nutzen kann, dass es zum Schutz beitr\u00e4gt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Idee<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Einbeziehung von VRUs (<em>vulnerable road users<\/em>, speziell Fu\u00dfg\u00e4nger, Fahrradfahrer) in bestehendes ITS Umfeld<\/li><li>Aktive Warnung von VRUs in Gefahrensituationen um diesen die M\u00f6glichkeit der Gef\u00e4hrdungsvermeidung zu geben<\/li><li>Probleml\u00f6sungsansatz f\u00fcr Toter Winkel, Verdeckung, Kreuzungssituation<\/li><li>Unabh\u00e4ngige Positionierung f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger (nicht abh\u00e4ngig von Fahrzeugsensorik) erm\u00f6glicht Information und Warnung vor potentiell gef\u00e4hrlichen Gebieten<\/li><li>Nutzung von vorhandener Technologie zur Informations\u00fcbertragung<\/li><li>Fahrzeugsystem integriert sich in vorhandene C2X Architektur (dabei Standardkonformit\u00e4t)<\/li><li>VRU System nutzt aktuelle Mobilger\u00e4te als Systemgrundlage (Smartphone als Application Unit und HMI)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Anwendung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zukunftstr\u00e4chtiges System zur Erweiterung des elektronischen Horizonts<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>M\u00f6glichkeit gewonnene Daten bei automatisiertem Fahren zu nutzen<ul><li>Wissen \u00fcber Position von VRU erm\u00f6glicht Anpassen des Fahrzeugverhaltens<\/li><\/ul><\/li><li>Durch Unabh\u00e4ngigkeit von Fahrzeugsensoren zur Ortung des VRU Umgehen von Verdeckungen (Keine direkte Funk-\/Sichtverbindung notwendig)<\/li><li>Durch Einbeziehung von Inertialsensorik :<ul><li>Pr\u00e4diktion der VRU Bewegung: dadurch m\u00f6gliche Vorverlegung des Warnzeitpunktes (Warnen, wenn m\u00f6gliche Gef\u00e4hrdung absehbar, nicht wenn akut)<\/li><li>Betrachtung von VRU Verhalten und dadurch Erkennung von Bewegungsmustern<\/li><li>M\u00f6glichkeit adaptiv auf Verhalten des VRU zu reagieren und ggf. Fahrzeugf\u00fchrung anzupassen<\/li><\/ul><\/li><li>Ziel: vollst\u00e4ndige Integration in Smartphone<ul><li>Direkte ETSI ITS-G5 Kommunikation mit Smartphone<\/li><\/ul><\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Verkehrspsychologischer Anteil durch die <a href=\"http:\/\/www.psychologie.uni-jena.de\/ABO_Psychologie.html\">Universit\u00e4t Jena<\/a><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Parallel zur technischen Entwicklung des Schutzsystems erfolgt die Erhebung und Analyse von Daten zur verkehrspsychologischen Betrachtung der Forschungsgegenst\u00e4nde. Hierzu werden unter anderem Betriebsbeobachtungen zur Identifikation von Gefahrenpotentialen und ihrer Randbedingungen durchgef\u00fchrt. Zudem werden Versuchspersonen in Verkehrssimulationen beobachtet und ihr Verhalten erfasst und analysiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Schwerpunkte:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Erkenntnisse zu verhaltensbezogenen Ursachen von Unf\u00e4llen, Beinaheunf\u00e4llen und generellen Bewegungsmustern<\/li><li>Analyse von spezifischen Fu\u00dfg\u00e4ngergef\u00e4hrdungen<\/li><li>Verhaltensadaptationen, Risikomuster, Nutzerakzeptanz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse werden in einem weiteren Schritt in die Entwicklung des VRU-Schutzsystems zur\u00fcck gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier gehts zum <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=QYUfLyVv4Es\">Projektfilm<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p>Vom 19. bis 23. September 2016 fanden umfangreiche Probandentests statt. Hier geht&#8217;s zu <a href=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/public\/index.php\/2016\/09\/probandentests-fahrexperiment-risikokompensation\/\">News-Artikel<\/a>&nbsp;mit Fotos.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>Projektlaufzeit<br><\/strong><br>01.11.2011 bis 31.12.2017<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Projektpartner<\/strong><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"\"><tbody><tr><td><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.psychologie.uni-jena.de\/ABO_Psychologie.html\" target=\"_blank\"><\/a><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"181\" class=\"wp-image-770\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Logo-FSU-Bildmarke.jpg\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Logo-FSU-Bildmarke.jpg 567w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Logo-FSU-Bildmarke-249x300.jpg 249w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/td><td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"40\" class=\"wp-image-339\" style=\"width: 150px;\" src=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/FGVT_htwsaar_new.png\" alt=\"\" srcset=\"https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/FGVT_htwsaar_new.png 3006w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/FGVT_htwsaar_new-300x80.png 300w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/FGVT_htwsaar_new-768x205.png 768w, https:\/\/fgvt.htwsaar.de\/site\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/FGVT_htwsaar_new-1024x274.png 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/fgvt.htwsaar.de\" target=\"_blank\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FRAMES wird gef\u00f6rdert durch den Spitzenverband der Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV e.V.) mit finanzieller und logistischer Unterst\u00fctzung folgender Institutionen und Unternehmen Einleitung und \u00dcberblick Derzeit werden gro\u00dfe Bem\u00fchungen unternommen, um die Fahrzeug-Fahrzeug Kommunikation zur Vermeidung von Unf\u00e4llen und zur erh\u00f6hten Verkehrseffizienz zu optimieren. 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